Haarausfall im Herbst: Ist saisonaler Haarausfall normal?

Haarausfall im Herbst: Ist saisonaler Haarausfall normal?
Azer Bozoglu, Gründerin von Azerum
Azer Bozoglu · Diplom-Chemieingenieurin, Gründerin von Azerum
August 2026 · 6 Min. Lesezeit

Im Herbst plötzlich mehr Haare in der Bürste, im Abfluss, auf dem Kissen? Du bildest dir das nicht ein. Saisonaler Haarausfall ist ein real belegtes Phänomen – und in aller Regel harmlos. Hier erfährst du, warum gerade im Herbst mehr Haare ausfallen, wie lange das dauert und wann du genauer hinschauen solltest.

Kurz gesagt

  • Studien zeigen einen jährlichen Rhythmus: Der Anteil ruhender Haare ist im Sommer am höchsten – der vermehrte Ausfall folgt ein bis zwei Monate später im Herbst.
  • Das ist ein natürlicher Vorgang, keine Krankheit – ähnlich einem sanften „Fellwechsel".
  • Der Ausfall betrifft den ganzen Kopf gleichmäßig und ist vorübergehend.
  • Was hilft: Ruhe bewahren, gesund leben und die Kopfhaut sanft weiterpflegen.

Grundlage

Gibt es saisonalen Haarausfall wirklich?

Ja. Eine große Studie mit über 800 Frauen über mehrere Jahre zeigte einen klaren jährlichen Rhythmus im Haarwechsel: Der Anteil der Haare in der Ruhephase (Telogen) war im Sommer am höchsten. Da ein Haar nach der Ruhephase mit einigen Wochen Verzögerung ausfällt, führt das zu vermehrtem Haarausfall im Herbst. Die niedrigsten Werte fanden sich im Spätwinter. Dieser Rhythmus trat unabhängig davon auf, ob eine Veranlagung zu Haarausfall bestand – es ist also ein weit verbreitetes, normales Muster.

Ursache

Warum gerade im Herbst?

Der genaue Mechanismus ist nicht abschließend geklärt, aber eine plausible Erklärung ist ein natürlicher, jahreszeitlicher Rhythmus der Haarfollikel – vergleichbar mit dem „Fellwechsel" bei Tieren. Vermutlich schickt der Körper im Sommer, wenn die Kopfhaut stärker der Sonne ausgesetzt ist, mehr Haare in die Ruhephase. Nach ein bis zwei Monaten fallen diese dann gebündelt aus – also im Herbst. Es ist ein vorübergehender Vorgang, der von allein wieder abklingt.

Abgrenzung

Saisonal oder echter Haarausfall?

Für saisonalen Haarausfall spricht: Er tritt eher im Herbst auf, betrifft den ganzen Kopf gleichmäßig, hält einige Wochen an und klingt dann von selbst wieder ab. Aufmerksam werden solltest du, wenn der Ausfall sehr stark ist, deutlich länger anhält, kahle Stellen entstehen oder sich ein Muster (z. B. am Scheitel) zeigt. Dann steckt eher eine andere Ursache dahinter – von Nährstoffmängeln über Hormone bis zur Veranlagung.

Manchmal ist mehr Haar in der Bürste einfach die Jahreszeit – kein Grund zur Panik.

Praxis

Was jetzt hilft

  • Ruhe bewahren: Der saisonale Ausfall geht meist von selbst zurück – Panik ist selbst ein Stressfaktor fürs Haar.
  • Nährstoffreich essen: ausreichend Eiweiß, Eisen und Mikronährstoffe unterstützen Haut und Haar.
  • Sanft behandeln: mild waschen, nicht zu heiß föhnen, das Haar nicht zusätzlich strapazieren.
  • Kopfhaut pflegen: Eine konsequent gepflegte Kopfhaut – zum Beispiel täglich mit Azerum – ist die gesunde Basis, auf der kräftiges Haar nachwächst.

Aus der Praxis

Viele unserer Kund:innen bleiben gerade in solchen Phasen bewusst bei ihrer täglichen Kopfhautpflege mit Azerum – und empfinden ihre Kopfhaut als gepflegt, gut versorgt und ihr Haar als kräftiger.

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Warnzeichen

Wann du zum Arzt solltest

Ein vorübergehend erhöhter Haarausfall im Herbst ist meist harmlos. Ärztlichen Rat solltest du einholen, wenn der Ausfall über etwa zwei bis drei Monate hinaus anhält, sehr stark ist, kahle Stellen entstehen oder weitere Beschwerden dazukommen. Ein einfacher Bluttest kann klären, ob z. B. Eisen oder die Schilddrüse eine Rolle spielen.

Häufige Fragen

In welchen Monaten ist der saisonale Haarausfall am stärksten?

Typischerweise in den Herbstmonaten – oft rund um September bis November. Das folgt dem Anstieg ruhender Haare im Sommer mit ein bis zwei Monaten Verzögerung.

Wie lange dauert saisonaler Haarausfall?

In der Regel einige Wochen. Er klingt von selbst wieder ab, sobald der jahreszeitliche Rhythmus sich normalisiert. Hält er deutlich länger an, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Muss ich meine Haare vor der Anwendung von Azerum waschen?

Nein. Azerum kannst du sowohl auf trockenes als auch auf handtuchtrockenes Haar auftragen – frisch gewaschen müssen die Haare dafür nicht sein. Azerum ist ein Leave-on und wird nicht ausgespült, sondern bleibt in der Kopfhaut. Möchtest du deine Haare waschen, nachdem du Azerum aufgetragen hast, lass es vorher mindestens 2 Stunden einwirken – sonst wird es beim Waschen wieder ausgespült.

Betrifft saisonaler Haarausfall auch Männer?

Ja. Der jahreszeitliche Rhythmus des Haarwechsels betrifft grundsätzlich alle. Bei Männern mit Veranlagung zu erblichem Haarausfall kann der Herbst-Effekt zusätzlich stärker auffallen.


Azer Bozoglu, Gründerin von Azerum
Über die Autorin
Azer Bozoglu
Ich bin Azer Bozoglu, Chemieingenieurin und Gründerin von Azerum. Alles begann, als meine Mutter unter Haarausfall litt. Ich wollte eine Lösung entwickeln – ohne die bekannten Nebenwirkungen gängiger Mittel. Meine Mission ist es, Männern und Frauen dabei zu helfen, ihr Selbstbewusstsein zurückzugewinnen.
Zuletzt geprüft: Juli 2026

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Quellen: Kunz M, Seifert B, Trüeb RM, „Seasonality of hair shedding in healthy women complaining of hair loss", Dermatology 2009 (PMID: 19407435); Randall VA, Ebling FJ, „Seasonal changes in human hair growth", British Journal of Dermatology 1991 (doi:10.1111/j.1365-2133.1991.tb00588.x). — Azerum ist ein kosmetisches Kopfhaut-Serum, kein Arzneimittel. Es dient nicht zur Diagnose, Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten. Bei anhaltendem Haarausfall wende dich bitte an eine ärztliche Fachperson.

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